Nach alter bäuerlicher Tradition wurde vom Wiedhackverein Bruckmühl ein Erbe -„das Köhlerbrennen“- 2004 und 2006 wieder ins Leben gerufen – so soll auch 2012 in der Gemeinde Ottnang wieder ein mächtiger, rabenschwarz rauchender Kohlenmeiler entstehen.
Um Eisen zu schmelzen brauchte man die Holzkohlen. Früher wurden bis ca. 1960 in vielen Ortschaften der Gemeinde Ottnang Kohlemeiler errichtet, um Holzkohle zu gewinnen.
Bei der Köhlerei (das Herstellen von Holzkohle aus Buchenholz) wird Buchenholz im Kreis gestapelt und mit grünem Fichtenreisig und einer ca. 30 cm dicken Erdschicht bedeckt. Durch einen Schacht in der Mitte wird der Kohlemeiler am Boden entzündet. Durch Regulierung der Luftzufuhr brennt der Meiler langsam von unten nach oben, bis das ganze Holz in Kohle umgewandelt ist. Nun kann der Meiler geöffnet und die Kohle „das schwarze Gold“ in Säcken abgefüllt werden.
Mit dieser harten sowie zeitaufwendigen Arbeit verdienten bis Mitte des letzten Jahrhunderts viele Bauern ihr Geld. Sie verkauften die Holzkohle an die WTK, Eisenwarenhandlungen und Schmiede- und Schlossereibetrieben in der näheren Umgebung.
Um dieses alte Handwerk den Generationen danach zu demonstrieren, wird 2012 vom 29. Juni bis 7. Juli in Ottnang - in der Ortschaft Wiesing - das Köhlerbrennen wieder stattfinden.
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